Das Mountainboard, kurz MTB Board, nimmt unter Lenkmatten– und Kite Begeisterten eine zentrale Rolle ein. Denn durch eben dieses Mountainboard wird man weniger abhĂ€ngig vom Kiten am Strand. Mit dem richtigen Untersatz machen FluggerĂ€te auch im Binnenland auf Wiese und Asphalt (mit EinschrĂ€nkungen 😉 ) großen Spaß.

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Zuletzt aktualisiert am 21.07.2017
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Zuletzt aktualisiert am 21.07.2017

Das Mountainboard

Irgendwie ist das Mountainboard eine gelungene Mischung aus Skateboard und Snowboard. Im wesentlichen besteht es aus vier Bestandteilen:

  • Board / Deck
  • Bindung
  • Rollen / RĂ€dern
  • Achsen / Channel Trucks Achsen

Anders als beim klassischen Skateboard werden die FĂŒĂŸe in die Schlaufen der Bindung gestellt. So bleibt das Board an den FĂŒĂŸen, wenn man zu großen SprĂŒngen ansetzt. Der Unterschied zum Snowboard hingegen sind die Rollen. Übrigens: Besitzer eines Snowboards können ihre Bindung auch fĂŒr das MTB Board nutzen, dazu spĂ€ter mehr.

Insgesamt Àhneln sie von den Bestandteilen her am ehestem einem Longboard. Diese wiederum sind nicht kitetauglich.

Vor- und Nachteile von Mountainboards

  • Sie machen den Kitesurfer und Snowboarder flexibler – Man kann direkt vor der HaustĂŒre boarden gehen
  • FĂŒr viele GelĂ€nde geeignet: Sand, Wiesen, HĂŒgel, Asphalt
  • Dank Bindung sicherer Stand
  • Snowboard Feeling im Sommer
  • Auch ohne Kite zum Downhill fahren nutzbar
  • Sind einfach mit dem Auto zu transportieren
  • Im Winter nicht nutzbar
  • Auf weichen UntergrĂŒnden schwierig

Flexibel mit dem MTB Board: Spaß ohne Wind!

Ein unschÀtzbarer Vorteil von Mountainboards ist die universelle Einsetzbarkeit. Bei Wind lÀsst sich das Board in Verbindung mit einem Kite, idealerweise einem Depowerkite oder einer normalen Vierleiner Lenkmatte nutzen.

Bei Windstille kann das MTB Board jedoch auch ohne Drachen als Downhill Freizeitspaß dienen. Ähnlich wie mit dem Mountainbike kann man Downhill die Berge herunterfahren, solange der Untergrund es hergibt. Wiesen und SanddĂŒnen eignen sich hier bestmöglich.

Vier MTB Board Disziplinen und Fahrstile

Kitelandboarding

Beim Kitelandboarding steht der Fahrer auf dem MTB Board und lĂ€sst sich von einer Lenkmatte, einem Depowerkite oder einem Kite ziehen. Der besondere Reiz: Hier sind extrem hohe LuftsprĂŒnge und maximale Airtime garantiert.

Boarder X

Beim Boarder-X treten vier Athleten auf dem Mountainboard (auch ATB Board genannt) gegeneinander an und fahren ĂŒber eine prĂ€parierte Strecke um den Sieg.

Freestyle

Beim Freestyle Mountainboard fahren werden die heißesten Tricks und SprĂŒnge vollfĂŒhrt. Ähnlich wie beim Skaten und Snowboarden wird im Park oder an der Ramp gefahren.

Downhill

Downhill und Freeride Ă€hnelt ein wenig dem Mountainbiking. Hier stĂŒrzt man sich ĂŒber Downhillstrecken und ohne Kite ins Abenteuer. Die Strecken mĂŒssen nichtmal sonderlich steil sein um Spaß zu machen. Ideal fĂŒr Snowboarder, die sich im Sommer nach einer herrlichen Abfahrt sehnen.

Die Geschichte des Mountainboard

Irgendwann in den 90ern hatte die Snowboarder in den USA es satt, immer nur zur Wintersaison auf dem Board zu stehen. Es musste ein Untersatz her, mit dem die Berge auch ohne Schnee bezwungen werden konnten. Schon kurze Zeit spÀter, um 1995 dachte sich ein englischer Mountainboarder, dass man sich auch von einem Kite ziehen lassen könnte: Die Geburtsstunde des Kitelandboarding.

Nach einem schleppenden Start der neuen Sportart fĂŒhrten seit 2002 auch DrachengeschĂ€fte wie z.B. WolkenstĂŒrmer eines ist, die ersten Boards. Es dauerte jedoch bis 2005 bis das Mountainboarding seinen Durchbruch erzielte. Einen großen Anteil daran haben die großen Depowerkites, die sich sicherer steuern lassen.

Wo mit dem Mountainboard fahren?

Wenn du das Mountainboard mit Kite oder Lenkmatte fahren möchtest, benötigst du einen halbwegs festen Untergrund und eine große freie FlĂ€che. Ideal sind kurz gemĂ€hte Wiesen und ein harter Sandstrand. Die FlĂ€che sollte die Dimensionen eines Fußballplatzes erreichen und frei von Hindernissen sein. Straßen, Hochspannungsleitungen und Strommasten genauso wie Strandkörbe oder Felsen am Strand sind potentielle Gefahrenquellen.

Mit etwas GlĂŒck findest du eine Freizeitwiese, einen Segelflugzeug- oder Modellflugzeugplatz in deiner NĂ€he und kannst den Betreiber davon ĂŒberzeugen, dich dort fahren zu lassen.

Wenn du das Mountainboard ohne Kite fahren möchtest bieten sich natĂŒrlich Downhillstrecken und Erhebungen an, von denen du dich herunterstĂŒrzen kannst. Dazu bedarf es keiner Alpen, auch das Mittelgebirge hat hier bereits einiges an Strecken zu bieten.

GrundsĂ€tzlich darfst du ĂŒberall mit dem Mountainboard fahren. Achte und respektiere jedoch Privatbesitz und Verbote. Naturschutzgebiete sind tabu und viele Tourismus Organisationen untersagen das Drachensteigen an ihren HauptstrĂ€nden. HĂ€ufig gibt es aber an etwas abseits gelegenen StrĂ€nden ausgewiesene Drachen- und KitestrĂ€nde, die du nutzen kannst.

Verletzungsgefahr bei MTB Boards nicht unterschÀtzen

Überall wo KrĂ€fte wirken und Geschwindkeit im Spiel ist besteht Verletzungsgefahr. Dabei muss nicht mal der Fahrer Schuld sein. Eine Unebenheit im GelĂ€nde. MaterialermĂŒdung an der Leine, Unachtsamkeit oder ÜberschĂ€tzung fĂŒhren am HĂ€ufigsten zu StĂŒrzen. Daher sind Protektoren und ein Helm zumindest ratsam, um groben Verletzungen beim mountainboarden vorzubeugen.